CODE 1: Caspar C. Mierau über Entwicklungsumgebungen

 

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Caspar Clemens Mierau schreibt eine Dissertation über die Geschichte von Entwicklungsumgebungen. Werkzeuge, die in der Herstellung von Software mittlerweile eine entscheidende Rolle spielen. Wir sprechen über Fragestellungen der Medien- bzw. Kulturwissenschaften wenn es um die Erforschung von Software geht – dabei fällt einige Male der Name Friedrich Kittler. Es geht um die Anfänge von Entwicklungsumgebungen, um Lochkarten und Bit Buckets, um Borland und Turbo Pascal. Außerdem gehen wir auf einige Features genauer ein, wie Syntax Highlighting oder Autovervollständigung. Und wer hätte gedacht, dass es mal per Telekolleg die Möglichkeit gab, zu lernen, wie Lochkartenprogrammierung funktioniert?

 


Diese Episode zitieren: Daniel Meßner: »CODE 1: Caspar C. Mierau über Entwicklungsumgebungen«, in: Coding History, Podcastinterview, 6. Januar 2015, http://codinghistory.com/podcast/code1/ (29. Juli 2017).

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9 Gedanken zu „CODE 1: Caspar C. Mierau über Entwicklungsumgebungen“

  1. Sehr interessanter Podcast und sehr interessantes Thema, freue mich schon auf die Diss. War überrascht, dass Turbo Pascal de erste IDE war. (Der Link auf Dein Twitter-Account ist übrigens kaputt, Daniel.)

    1. Turbo-Pascal (TP) war definitiv nicht die erste IDE – grober Unfug. Wenn wir bei Pascal nachsehen, gab es bereits vorher mit UCSD-Pascal eine von Niklaus Wirth (im Unterschied zu TP) unterstützte Entwicklungsumgebung – lange vor TP und vor allem protabel(!) – ich habe seinerzeit (vor über 30 Jahren) arbeitslose Lehrer unterrichtet (mit TA-Systemen und UCSD-Pascal) – die Kosten waren relativ hoch: über 500DM/Lizenz.
      Syntaxgesteuerte Editoren habe ich dann später in meinem Informatikunterricht (im Zusammenhang mit Modula-2) erprobt – finde allerdings, dass solche Editoren _für_ Schüler nicht sinnvoll sind – sie sollen Fehler machen dürfen und daraus lernen.

  2. Hallo, ich höre grade sehr begeistert zu und hätte eine Bitte:
    Könntest du/ihr mal angeben, von welchen Texten ihr da sprecht? Also die von Herrn Kittler. Ich würde die gerne nachlesen.

    1. Hej! Also wir sprechen ua. über den Text “Es gibt keine Software”: Friedrich Kittler (1993): Es gibt keine Software, in: Ders., Draculas Vermächtnis: Technische Schriften. Leipzig: Reclam, S. 225–242. Für einen guten Einstieg halte ich auch diesen Text:
      Friedrich Kittler (2003): Code oder wie sich etwas anders schreiben lässt, in: Gerfried Stocker/Christian Schöpf (Hg.): Code – the language of our time, Katalog zur Ars Electronica 2003, S. 15–19, online: http://90.146.8.18/de/archives/festival_archive/festival_catalogs/festival_artikel.asp?iProjectID=12314

  3. Sehr interessantes Interview, vielen Dank! Mir fiel bei ca. 34m25s folgende aktuelle Parallele zu “Pascal-Programmierer benutzten früher ein Textverarbeitungsprogramm” ein: Es ist unter Biologen ohne bioinformatische Ausbildung nicht unüblich, DNA-Sequenzen in Microsoft Word zu verarbeiten. Anstatt dediziert bioinformatische Software zu benutzen, die allerlei Automatisierungsmöglichkeiten und auf Genetik zugeschnittene Funktionen bietet, werden offenbar (einfach weil es gewohnt ist?) Farbe, Textformatierung und Kommentare in Word benutzt. Zeichen-exakte Suche ist auch vorhanden, “warum also mehr wollen”?

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